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Meine Meinung zu der Entwicklung von Twitter

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Eins vor weg, hier werdet ihr meine Meinung zu dem Thema lesen, nichts offizielles oder irgendetwas von Nachrichtenseiten. Lediglich meine Meinung, meinen Frust über gewisse Dinge die mich bei Twitter stören.

Quelle:  mashable.com aus dem Artikel „History of Twitter“

Fangen wir also von Vorne an.

Ich bin jetzt seit über 3 Jahren aktiv auf Twitter mit rund 100.000 Tweets gehöre ich zu einer der wenigen „Power“ User von Twitter die das Netzwerk täglich mit ihren Tweets „vollspamt“, das Netzwerk zu dem gemacht hat was es heute ist. Als ich damals mit Twitter anfing wusste ich persönlich nicht was ich dort machen kann, warum ich da bin usw. es entstand aus Langeweile und dem Interesse mal etwas neues auszuprobieren.

Microblogging, bloggen ist ja eine Sache die ich ganz gerne betreibe, nicht täglich, nicht regelmäßig aber immer dann wenn ich das Gefühl habe ich muss meine Gedanken zu einer Sache niederschreiben, dann blogge ich. Twitter ist in gewisserweise das gleiche, nur das man das ganze auf 140 Zeichen beschränkt hat und in jeder Situation heraus etwas posten kann. Das Erfolgsrezept von Twitter.

Aber was stört mich den an Twitter? Mich stört die Art wie sich Twitter entwickelt hat im letzten Jahr. Es sind nicht nur die Menschen die täglich Tweets absetzen dafür verantwortlich das Twitter zu einem sehr erfolgreichen Netzwerk geworden ist, sondern die Entwickler hinter den ganzen Programmen die uns ermöglichen Twitter auf ganz andere Art und Weise zu benutzen. Twitter Clientes wie Tweetdeck, Falcon Pro oder Twitter Dienste wie „That can be your Next Tweet„, Twuffer (Tweets planen) haben viel dazu bei getragen zum Erfolg von Twitter. Firmen, TV/Radio-Sender setzen vermehrt auf Twitter. Aber auch harmlose Dinge wie Pressefreiheit sorgten dafür das Twitter erflgreich wurde, hier wäre als Beispiel die Länder an zuführen die Informationen der Öffentlichkeit vorenthalten wollten und dank einiger Twitter User mal auf die Schnell ins Netzwerk gepusht worden sind, Twitterverbot in einigen Ländern.

Den Entwicklern solcher Clients/Dienste wird aber seit langem ein großer Stein in den Weg gelegt, API 1.1 welche einem dritt Client eine gewisse Anzahl an Token zur Aktualisierung zur Verfügung stellt und dann erst nach 15 Minuten wieder aktualisiert werden kann, das 100.000 Token Limit. Ist dieses Limit bei einem Twitter Client erreicht worden, so muss der Entwickler bei Twitter nach mehr Token nachfragen, neue User können sich dann ohne eine Erhöhung des Limits nicht anmelden über diesen Client.

Der Kauf von Tweetdeck letztes Jahr. Damals habe ich geahnt das Twitter diesen Client ruinieren wird was dann schließlich auch passiert ist. Man hat die Software komplett überarbeitet. Anfangs war Tweetdeck noch ein Adobe AIR Client und somit fähig Plattform übergreifend genutzt zu werden, schließlich wurde Adobe AIR eingestellt und Tweetdeck wurde dann nach der Übernahme nativ für Mac OSX und Windows entwickelt, möchte man meinen doch Tatsächlich macht die Version nichts anderes als die Weboberfläche in ein natives Mac OSX/Windows Fenster zu holen. Heute gab man im übrigen bekannt, dass die Tweetdeck Versionen für Android, iOS, Mac OSX  und Windows am 7. Mai eingestellt werden. Traurig das die mobile Version dicht gemacht wird, dabei hätte man dort wirklich mehr machen können. Interessant an der ganzen Sache, Twitter sieht für diese Apps keine Zukunft baut aber trotzdem weiter an ihren Apps?

Logik? Keine richtige, man möchte sich trotzdem selbst weiter vermarkten was verständlich ist nur sollte man dann auch seine eigene App ordentlich umsetzen. So fehlt mir für mein Android Tablet immer noch eine gescheite Twitter App. Sicher es gibt da einige, auch die offizielle, aber ich nutze Twitter viel lieber mit Spalten. Ich habe es lieber ordentlich und gelistet, so fühle ich mich bei Twitter am besten auf gehoben, quasi wie zu Hause.

Doch genau das ist der Knackpunkt den ich habe, zu Tweetdeck gibt es keine richtigen bis wenigen Alternativen die mir Spalten geben. Die Weboberfläche von Twitter ist auch alles andere als übersichtlich, unübersichtlich trifft es eher.  Geschmackssache.

Man könnte jetzt meinen ich habe nur schlechtes zu berichten, nein es gibt auch Dinge an Twitter die mir gefallen, Dinge die mich bis heute dazu gebracht haben das Netzwerk nicht zu verlassen, mal abgesehen davon das es eine Menge Zeit und Energie gekostet hat meinen Account so zu kreieren wie er heute ist.

Positiv finde ich nach wie vor Twitters eigene Möglichkeit extrem lange Links zu kürzen, in der Anfangszeit war das immer nervig. Link zu lang konnteste nicht Tweeten, also musstest du dir irgendwas suchen wie bit.ly um die ganze Sache zu kürzen, nervig auch wenn ich bis heute noch auf bit.ly setze finde ich diese Änderung sehr gut. Die Möglichkeit seinen Kanal anzupassen finde ich nach wie vor sehr wichtig, Hintergrund war am Anfang nur möglich und war auch nötig um sich von den ganzen anderen Menschen die sich dort tummelten abzugrenzen, zwar sieht man das in den Clients nicht aber nicht jeder nutzt diese. Gibt sicherlich einige die persönlich auf deine Seite schauen und diese inspizieren, warum nicht? Ich mag es nach wie vor schlicht. Was wirklich neu und erst seit knapp einem Jahr auch möglich ist sind diese Header. Von Facebook bekannt, man setzt ein Bild hinter dem Avatar um sich noch etwas mehr abzugrenzen. Eine Sache die wirklich schick aussieht und elegant ist für Werbung oder sonst was. Auch die einzige Sache die man, so fern der Entwickler das eingebaut hat, auch in einem Client sehen kann.

Diese Möglichkeit nutze ich persönlich sehr gerne, das verrät so manches über den Menschen und ich finde die Art sich von anderen Abzugrenzen auch sehr gut. Etwas was ich überhaupt nicht gerne nutze, was aber schon zu Anfangszeiten sehr fehlte war die Möglichkeit Bilder bei Twitter zu parken. Früher hat man dafür twitpic und Konsorten genutzt, heute kann der geneigte User seine Bilder einfach an den Tweet anhängen und sie werden (Bei der Weboberfläche von Twitter) automatisch bei Twitter hoch geladen. Gut ich setze nach wie vor auf Twitpic, nutze es von Anfang an und sehe da kein Grund mich extra umzustellen zu mal ich eh kaum ein Bild verschicke was irgendwie von Interesse für einen Werbefritzen wäre.

Aber es sind auch die Menschen mit denen ich täglich dort meine Zeit verbringe, schreibe und interagiere die dieses Netzwerk für mich wichtiger machten als Google+ oder Facebook.

Gibt es Alternativen zu Twitter? Nein. Nicht in der größen Ordnung wie Twitter, zwar gibt es identi.ca und app.net, letzteres ist kostenpflichtig, aber beide sind nicht annähernd so groß wie Twitter. Ich würde wechseln, wenn meine Kontakte aus Twitter dort wären. Aber das sind sie nicht, identi.ca ist zwar kostenlos und bietet von der Weboberfläche viel mehr Möglichkeiten als Twitter es momentan tut, aber es fehlen die Clients und Dienste die dieses Netzwerk pushen würden. App.net ist da wieder anders, zwar kostet es (Monatlich 5$, Jährlich 36$) aber die Auswahl an Clients ist um längen besser als bei identi.ca. Bei beiden Netzwerken werden den Entwicklern keine Steine in den Weg gestellt was ich persönlich sehr gut finde. Aber die Tatsache das nicht annähernd meine Kontakte diese Netzwerke nutzen bringt mich dazu es auch nicht groß nutzen zu wollen wobei ich sogar bereit wäre für app.net Geld auszugeben.

Es ist nun mal so, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und ich bin da keine Ausnahme, ich möchte ungerne Geld in ein Netzwerk stecken welches von den Menschen die ich gerne lese nicht genutzt wird, dort Anschluss, neue Leute kennen zu lernen fällt einem sicherlich genauso schwer wie bei Twitter den man muss erstmal Leute finden die einen Interessieren, dann auf sich Aufmerksam machen.

Persönlich wäre es mir lieber wenn Twitter wieder offener werden würde, die Entwickler wieder mehr Freiheiten bekommen würden. Für mich war Twitter immer ein sehr interessanter Dienst, gerade wenn es um Neuigkeiten aus der Welt ging oder um neue Menschen aus dem eigenen Land zu lesen. Das System hinter einem Microblogging Dienst ist nach wie vor das was mich reizt.

Das war meine beschiedene Meinung über die aktuelle Entwicklung von Twitter. Ich hoffe das Twitter eines Tages nicht noch so weit geht und ihre API gänzlich verschließt vor neuen Entwicklern oder nur noch ein paar Entwickler in das System lässt, das wäre wirklich eine Sache die mir dann überhaupt nicht mehr schmecken würde.

Autor: Adrian

Hallo, mein Name ist Adrian. Windows- und Linux-User, Technik affiner Mensch mit faibel zu guten Videospielen. Ich blogge über Thematiken die mich besonders interessieren, welche meist aus der Windows-, Linux- und Android-Welt enstpringen, da mich diese Plattformen seit langem täglich begleiten.

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